17 Sep. „Tobis Städtetrip“
Tobi Kämmerer erkundet Bad Vilbel
VON CHRISTIANE KAUER
In der „Bad Vilbeler Neuen Presse“ vom 4. September und dem „Bad Vilbeler Anzeiger“ vom 17. September ist nachstehend schöner Artikel von Christiane Kauer über die Dreharbeiten des Hessischen Rundfunks zu „Tobis Städtetrip“ in Bad Vilbel veröffentlicht. Die Rikschas der Nachbarschaftshilfe waren auch mit dabei.
Samstagmorgen am Römermosaik. Der zweite Drehtag von „Tobis Städtetrip“. Redakteurin Tanja Höschele ist bereits da. Und auch das Team trifft ein. Doch wo ist Tobias Kämmerer, von allen nur Tobi genannt, der Mann, der der Sendung im HR-Fernsehen seinen Namen gibt?
Bad Vilbel – Tobi Kämmerer steht ein wenig abseits und versteckt hinter dem Hassia-Sprudel. Um so authentisch wie möglich zu sein, spreche er vorher nicht mit den Menschen, die er bei seinen Städtetrips treffe. Das überlasse er dem Team mit Redakteurin Tanja Höschele, Autorin Kristin Fröhlich, Aufnahmeleiterin Emily Klement, Tontechnikerin Simone Jung und Kameramann Lukas Lowack. „Man begegnet sich anders, wenn man sich noch nie gesehen hat“, sagt er. Auch kenne er das Programm der Städtetrips nur teilweise, um so echt wie möglich auf alles reagieren zu können. Nur wenn besondere Ausstattung nötig sei, werde er vorher informiert. Etwa, wenn er Wanderschuhe mitbringen soll.
„Das Lachen ist unbezahlbar“
Und so bespricht das Team das „Bad-Vilbel-Opening“, wie Kameramann Lukas Lowack es nennt, mit Quellenkönigin Laura I. Sie soll Tobi vom Römermosaik aus entgegenkommen. Doch erst muss die Lichtsituation stimmen. „Nach der Wolke geht’s los“, sagt Lowack, der mit einer kleinen Handkamera filmt. Das sei für die Leute angenehmer, die nicht ständig vor einer Kamera stehen, sagt Tobias Kämmerer. Sie würden dann sehr viel natürlicher agieren. Die Handkamera liefere auch ein gutes Bild, der Ton müsse aber extra aufgenommen werden, erklärt Tanja Höschele, weswegen „die Klappe geschlagen“ werden müsse: „Quellenkönigin die Erste“, ruft Aufnahmeleiterin Emily Klement also, schlägt die Klappe und los geht es.
Laura I. begrüßt Tobi in Bad Vilbel, zeigt ihm den Hassia-Sprudel und das Römermosaik. Sie sei sehr aufgeregt, gibt sie nach dem ersten Dreh zu, doch Tobis Ruhe und Gelassenheit helfen ihr. Sie solle einfach immer in diese – seine – grünen Augen schauen. Das klappt so gut, dass am Ende des „Bad-Vilbel-Openings“ das Team sehr zufrieden und von Laura ganz angetan ist. Ihr Lachen sei unbezahlbar, sagt Autorin Kristin Fröhlich.
Bevor es weitergeht – mit den Rikschas der Nachbarschaftshilfe an der Nidda entlang –, freuen sich die Ausflügler und Spaziergänger über den Mann, den sie aus dem Fernsehen oder vom Radio kennen und der für alle ein freundliches Wort parat hat. Zwei kleine Mädchen nähern sich schüchtern der Quellenkönigin, deren wasserblaues Kleid wunderbar in der Sonne schimmert und glitzert. Natürlich dürfen sie ein Foto mit ihr machen und bekommen auch ein Autogramm von ihr.
Nach einem Stopp am Trinkbrunnen an der Rathausbrücke geht es mit den Rikschas einmal um die Burg herum, wo Tobi am Mittag bei den Burgfestspielen vorbeischauen wird, und weiter durch den Burgpark zum Römerbrunnen. Dort wartet Ena Kaufmann, frühere Quellenkönigin und Teil des Bad Vilbeler Hessentagspaares, die mit Tobi über die Nidda und den daran entlangführenden Radweg spricht. Der zweite Drehtag endet mit einem Besuch in der „Genusserie“, wo Tim Wegge mit der größten Rum-Auswahl Deutschlands auf Tobi wartet.
Bereits am Vortag waren Tobias Kämmerer und das Städtetrip-Team in Bad Vilbel unterwegs – in der Massenheimer Erlenbachaue bei der Auenkunst und im Handarbeitslädchen „Umgarnt“, wo Tobi – trotz seines am Tag zuvor gebrochenen Handgelenks – selbst etwas fertigte. Das gehöre zum Städtetrip dazu, sagt Tanja Höschele, dass er selbst etwas tun müsse. Auch damit wolle das Team unterschiedliche Themen und Aspekte einer Stadt darstellen.
Am dritten und letzten Drehtag stehen ein Besuch bei Michael Zellers „Kraut und Rüben“ auf dem Heilsberg an, der Tobi mit seinen Kochkünsten beeindruckt. Danach geht es an den Bahndamm an der Kasseler Straße zum Frankfurter Graffitikünstler Andreas von Chrzanowski, bekannt als Case, von dem es bereits einige Arbeiten in Bad Vilbel gibt.
Vorbereitet vom Stadtmarketing
Von Beginn an wurde die Produktion vom Stadtmarketing Bad Vilbel unterstützt. In Vorbereitung auf die Produktion sei unter anderem eine Liste mit Sehenswürdigkeiten, Attraktionen, besonderen Orten und Geschichten zusammengestellt worden. Darüber hinaus habe das Stadtmarketing Kontakte zu zahlreichen Akteurinnen und Akteuren hergestellt.
20. Oktober, 20.15 Uhr
Wer sich das Ergebnis der Dreharbeiten anschauen möchte: „Tobis Städtetrip: Bad Vilbel“ wird am Dienstag, 20. Oktober, um 20.15 Uhr im HR-Fernsehen zu sehen sein – und danach auch jederzeit in der ARD Mediathek. CKA
Bild: Quellenkönig Laura I. und Tobi beim Selfie in der Rikscha, rechts Kameramann Lukas Lowack.
Text und Foto: Christiane Kauer