26 Apr 2018

Seniorinnen stricken für Babys

Wohnanlage „Quellenhof“

Auf Initiative der Nachbarschaftshilfe Bad Vilbel gibt es seit Anfang des Jahres einen Handarbeits- und Kreativkreis in der Seniorenresidenz „Quellenhof“.

Jeden Montagnachmittag treffen wir uns im „Eifelturm“. Dafür fahren wir aber nicht nach Paris, sondern gehen in das Untergeschoss der Wohnanlage, wo es einen neuen, freundlich eingerichteten und hellen Kommunikationsraum gibt. Um den großen rechteckigen Tisch finden acht bis zehn Personen Platz. Ideal, um den eigenen Hobbies freien Lauf zu lassen.

Bei ihrem ersten Handarbeits-Projekt waren die Seniorinnen schon sehr erfolgreich: Die Neugeborenen-Station im Klinikum Frankfurt-Höchst ist an 60 Babymützchen reicher. Tipps, wie man mit fünf Nadeln in Runden strickt, gab‘s sogar über den großen Teich: „Als ich nicht mehr weiterwusste, habe ich mit meiner Tochter in den USA telefoniert. Sie half mir wieder auf die Sprünge“, erzählt eine Seniorin. Und eine andere Dame ergänzt: „Beim Fernsehen macht das Stricken richtig viel Spaß.“ So kam es, dass in knapp drei Wochen 60 Babymützchen fertig waren. „Das sind ja Designer-Stücke“, freute sich die leitende Hebamme bei der Übergabe der bunten Kopfbedeckungen durch Mechthild Kunzmann und Gerlinde Dickert von der Nachbarschaftshilfe Bad Vilbel. Dieses Lob spornt die Seniorinnen erst richtig an: „Eine Masche rechts, eine Masche links … für die neugeborenen Babys, denen wir einen guten Start ins Leben wünschen.“

Im Handarbeits- und Kreativkreis des „Quellenhofs“ wird nicht nur gestrickt. Ein gern gesehener Gast ist Maurice, der uns beim Schmuckbasteln zur Seite steht. Auch hier waren die Seniorinnen schon sehr kreativ. Eigenen Ideen sind keine Grenzen gesetzt, und der Spaß ist inclusive.

Autor gd 25.04.18