27 Aug 2019

Gelebte Nachbarschaft im Porträt – Halbgebauer: „Geht nicht, gibt’s nicht!“

„Nicht lange überlegen – anpacken und machen“, das ist die Devise von Martin Halbgebauer. Der Versicherungsmakler und Geschäftsführer wohnt mit seiner Familie seit 2003 im Franz-Schubert-Weg in Dortelweil-West und organisiert jedes Jahr ein Straßenfest, dieses Jahr am 15. Juni. Seine Motivation: Die Nachbarschaft festigen und neu Hinzugezogene in die Gemeinschaft integrieren. Das kommt gut an. Zwischen 100 und 120 Anwohner nehmen an dem sommerlichen Event teil. Gern gesehene Gäste sind auch Freunde und Verwandte.

 

„Die Vorbereitungen zur Feier sind manchmal eine kleine Herausforderung. Das nehme ich aber gerne in Kauf, denn es kommen Lob und Anerkennung zurück“, sagt Martin Halbgebauer, der einen guten Draht zur Stadt Bad Vilbel und zur Freiwilligen Feuerwehr in Dortelweil, bei der er passives Mitglied ist, hat. Den braucht er. Weil der Franz-Schubert-Weg wegen des Straßenfestes für den Durchgangsverkehr gesperrt wird, muss er die Feier bei der Stadtverwaltung anmelden. „Da gibt’s keine Probleme. Die Beschäftigten sind sehr kooperativ und hilfsbereit. Und die Feuerwehr stellt die Bierzeltgarnituren“, freut sich Halbgebauer. Ein ganz besonderes Straßenfest-Highlight ist die Hüpfburg. „Zur fortgeschrittenen Stunde wagt sich auch der eine oder andere Erwachsene auf das trampolinartige Gerät und hat, genau wie die Zuschauer, großen Spaß dabei. Für ausgelassene Stimmung sorgen noch andere Spiele, die der Organisator vom Spielgerätepark in Echzell (Wetterau) ausleiht und dort auch abholt. Gute Partystimmung verbreitet eine Live-Band. Und wenn das Wetter mal nicht mitspielt, hat Martin Halbgebauer Pavillons parat. „Essen und Getränke werden zu einem günstigen Preis angeboten, und für die übrigen Kosten wird ein Pauschalbetrag von 15 Euro pro Haus berechnet. Außerdem bringen die Nachbarn Kuchen und Salate mit“, erzählt Martin Halbgebauer.

 

Und weil die Zeit bis zum Straßenfest im Sommer lange ist, feiert die Nachbarschaft des unteren Franz-Schubert-Wegs auch im Winter ein kleines Fest. „Meistens am 1. oder 2. Advent. Wir bauen ein Zelt auf, es gibt Glühwein, und die Kinder singen Weihnachtslieder. Eine schöne und besinnliche Einstimmung auf die Festtage“, meint Martin Halbgebauer und macht Mut: „Denjenigen, die vielleicht auch mal ein Nachbarschafts-Fest organisieren möchten, kann ich nur sagen: Trauen Sie sich, packen Sie es an. Es macht Spaß. Man wächst an den Herausforderungen. Geht nicht, gibt’s nicht.“

 

Foto: Günter Bodirsky