19 Apr 2017

Erlös geht an die Palliativ-Einrichtung

Wetterauer Zeitung  19. April 2017,  von Christine Fauerbach

 

1100 Euro spendet das Heilsberger Kleiderbasar-Team an den Arbeitskreis »pa.n.am.a«. (v. l.) Claudia Thutewohl, Birgit Schmidt, Stefanie Meffert, Natascha Hummel, Dr. Matthias Pels, Dr. Uta Zierz, Anja Sonthoff und Michaela Tag

 

 

»Wir sind die Vorläufer von Ebay und von Kleiderläden«, erklärt Anja Sonthoff lächelnd. Mit »wir« meint sie das aus 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bestehende Team des Heilsberger Damen- und Herren-Kleiderbasars. Der findet zweimal im Jahr, jeweils im Frühjahr und Herbst, statt. Im kommenden Frühjahr feiert das Team gemeinsam mit Verkäufern und Kunden das 20-jährige Bestehen, des von Heilsberger Frauen gegründeten Basars. Der hat sich im Laufe der Jahre zu einem echten Renner entwickelt.

 

»Beim Frühjahrsbasar in der Dreifeldhalle des SSV Heilsberg haben 130 Verkäufer ihre Waren angeboten«, informiert Teamsprecherin Stefanie Meffert. »Unser Kleiderbasar ist nicht mit einem Flohmarkt zu vergleichen. Bei uns finden Interessenten eine große Auswahl an gut erhaltener Frühjahrs- und Sommer- oder Herbst- und Winterbekleidung zu kleinen Preisen. Wir sortieren die Ware nach Größen vor und stellen Umkleiden für die Anprobe. Außerdem stehen die Helferinnen und Helfer den Kunden bei Wunsch beratend zur Seite«, erklären Birgit Schmidt und Michaela Tag vom Kleiderbasar-Team.

 

»Mittlerweile konnten wir knapp 40 000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen in Bad Vilbel und dem nahen Umkreis spenden. Zuletzt haben wir das Café Kleeblatt und die Bad Vilbeler Tafel unterstützt. Davor haben beispielsweise Wildwasser Wetterau, eine Hospiz-Einrichtung in Frankfurt und die Bad Vilbeler Tafel je eine Spende erhalten«, ergänzt Stefanie Meffert. Die Spenden setzen sich aus 15 Prozent des Verkaufserlöses der Kleider und den vollen Einnahmen aus dem Cafeteria-Verkauf zusammen.

 

Entlastung für schmales Budget

 

Auch beim Frühjahrskleiderbasar im März klingelten die Kassen. Der Erlos des 40. Heilsberger Damen- und Kleiderbasars lag bei 1100 Euro. Den spendete das Kleiderbasar-Team dieses Mal an die im Mai 2011 gegründete Arbeitsgemeinschaft »Palliativ-Netz-Ambulanter-Arbeit« kurz »pa.n.am.a«. Sie ist angesiedelt bei der Hospizgruppe des Vereins für soziales Engagement und Nachbarschaftshilfe Bad Vilbel. Die zwölf »pa.n.am.a«-Mitglieder wurden durch die beiden Ärzte Dr. Matthias Pels und Dr. Uta Zierz bei der Scheckübergabe in der Pizzeria »Bella Vista« vertreten.

 

Die Mitglieder von »pa.n.am.a« unterstützen die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) unheilbar kranker Patienten in Bad Vilbel. Ziel ist es für Patienten mit einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung, eine bestmögliche Lebensqualität im häuslichen Umfeld zu schaffen. Den Betroffenen Fürsorge und in Absprache mit dem Hausarzt lindernde Hilfe anzubieten sowie die Angehörigen ein- bis zweimal wöchentlich zu entlasten.

 

In Bad Vilbel betreuen die Mitglieder rund 15 Patienten und ihre Angehörigen pro Jahr. Das »pa.n.am.a«-Team freute sich über die Spende, die sie weitergeben an die Palliativstation mit 16 Betten im Frankfurter Markuskrankenhaus. In dessen SAPV-Team arbeiten auch Mitglieder von »pa.n.am.a« mit. Das Spendengeld soll für Anschaffungen verwendet werden, die aus dem schmalen Budget der Palliativstation nicht bestritten werden können.

 

Das Heilsberger Kleiderbasar-Team bedankt sich bei allen Ehrenamtlichen, Verkäufern und Besuchern für ihren Einsatz. Und bei seinen Sponsoren, die mit zum finanziellen Erfolg beitragen. »Die komplette Reinigung der Dreifeldsporthalle spendiert uns die Firma All-Service, den Druck der Plakate die Druckerei Spiegler und die Werbung die Werkstatt Reifen Weber und Die Stromer Elektroinstallationen«, betont Meffert.

 

Infos zum Arbeitskreis »pa.n.am.a« gibt es bei der Hospizgruppe des Vereins für soziales Engagement und Nachbarschaftshilfe Bad Vilbel, Tel. 0 61 01/60 48 90 oder per E-Mail: hospizgruppedernachbarschaftshilfebv@arcor.de. (Foto: cf)