06 Nov 2017

Helfen macht glücklich

Das haben die Glücksforschung und die Psychologie schon lange wissenschaftlich nachgewiesen. Es kommt also nicht von ungefähr, dass fast jeder Zweite in Deutschland ab 14 Jahren sich ehrenamtlich engagiert.

Dass wir unseren Mitmenschen helfen wollen, liegt zu einem in unserer Natur. Schon kleine Kinder unterbrechen spontan ihr Spiel, um anderen Beistand zu leisten. Das liegt daran, dass Gemeinschaften durch hilfsbereites Verhalten besser funktionieren. Verschiedene Studien haben zudem gezeigt: Wer anderen hilft, tut sich selbst was Gutes. Wer uneigennützig handelt, hilft also auch immer sich selbst. So stärkt Helfen zum Beispiel ganz erheblich unsere psychische Widerstandskraft. Altruismus – so wird Hilfsbereitschaft auch genannt – wirkt sogar dann positiv auf uns selbst, wenn er nicht vom Gegenüber erwidert wird.

Die wohl stärkste und positivste Auswirkung hat das Helfen auf unser Selbstwertgefühl. Denn wenn wir jemandem helfen, dann machen wir die Erfahrung, dass wir etwas bewegen können. Bei einer großen Flutkatastrophe genauso, wie wenn wir bei der Tafel arbeiten oder bei der älteren Dame nebenan den Rasen mähen. Der Helfer macht die Erfahrung, dass er wichtig und wertvoll ist. Und das steigert sein Selbstwertgefühl.

Wenn wir helfen, dann spüren mal wieder die Verbundenheit zwischen uns Menschen. Ist das nicht etwas, was viele von uns vermissen? Das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Füreinander-da-Sein? Zu erfahren, dass da noch andere Menschen sind, denen das eigene Schicksal nicht egal ist – das ist eine ganz starke Erfahrung, die ein großes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben kann.

Autor: hh
Eingestellt am 06.11.2017